Chef de Cambuse

...cooking, cruising and wine

#kanaltour14 Tag 1 - Ankunft in Dole

written by Frank, on May 3, 2014 5:26:00 PM.

Dole, wieso Dole? Sollte die Tour nicht in Saarbrücken starten?

Genau, und über Hesse und Arzviller nach Saverne gehen?

Alles richtig, aber leider dauerte die Reparatur des Hebewerks in Arzviller nach dem Unfall am 4. Juli 2013 doch länger als angekündigt und die Strecke nach Saverne - und damit der komplette Canal de la Marne au Rhin in Richtung Straßburg - wurde nicht Anfang April, sondern erst wieder am 2. Mai 2014 geöffnet.

Und da die Tour ja für die letzte April-Woche terminiert war, mußten wir halt umdisponieren.

Also hatten wir die Option auf unsere Boote aufgegeben - von Saarbrücken in Richtung Nancy zu fahren war keine Alternative - und mit den diversen Anbietern für die in drei,vier Stunden Fahrt erreichbaren Regionen nach anderen Möglichkeiten gesucht. Was sich ob unserer Anforderungen - 16 Personen, zwei Boote, Einwegfahrt - natürlich ein wenig problematisch gestaltete, aber nach diversem HinundHer haben wir dann bei Nicols zwei Sedan 1170 bekommen.

Und so nahmen am 21. April vier Familien Kurs auf unseren neuen Abfahrtshafen.

Dole war uns ja von der Tour vor zwei Jahren nach Besançon bereits gut bekannt und so haben wir dieses Mal gleich die richtige Anfahrt zum Hafen genommen. Und nicht versucht uns - wie beim letzten Mal - durch die mittelalterlichen, sehr, sehr schönen, aber auch sehr, sehr schmalen Gassen - Typ Eselskarren und französische Kleinwagen - anzunähern.

Gasse in Dole


Die beiden Boote - Aiglepierre & Plombières - lagen wie mit der Basis besprochen nebeneinander bereit. Fahrräder und extra Gasflasche waren auch schon gerichtet, die Übernahme gestaltet sich problemlos. Auch dank Carola - einer in die Franche-Comté “ausgewanderten” Deutschen - die in Dole die Basis von Nicols “schmeißt”.

Basis von Nicols in Dole


Bei der Kabineneinteilung machten uns die Kids dann einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich waren ja die je zwei Schlupfkabinen pro Boot für die Jugend vorgesehen. Nur die weigerte sich standhaft diese zu beziehen und bestand auf ein eigenes “Kinderboot” - zumindest für die Liegezeiten. Bevor das in eine veritable “Meuterei” ausartete haben sich Corina und Jörg geopfert und auf die kuschelige Unterflurkabine “umgebucht”.

Das Wetter war nicht berauschend, zwar nicht kalt, aber doch immer wieder Regenschauer und bedeckter Himmel - und während ein Teil der Crew sich auf die Suche nach einem Espresso machte, fuhren Vera, Patrick und ich zum naheliegenden Géant Casino. Leider nur mit dem Auto - es gibt zwar 100m vom Markt entfernt einen Kai, aber der ist “offiziell” nur für die Berufsschifffahrt gedacht.

Ersteinkauf


16 Personen, fünf Tage auf Boot und die Option auf zwei weitere Supermärkte in Liegeplatznähe ergaben eine Endsumme von 826,17€ und einen Kassenzettel von 118cm Länge für die Erstausstattung mit Lebensmittel in fester und flüssiger Form.

Jörg hatte in der Zwischenzeit ein Auto nach Port-sur-Saône - unseren Zielhafen - verlagert und kam mit der aus Saarbrücken anreisenden Familie Bauer wieder zurück.

Schnell das Equipment von Clemens gebunkert - welches dann im Laufe der Reise durchaus für den einen oder anderen Unterhaltungsmoment gesorgt hat - und den Gasbrenner aufgebaut und mit der Extra-Gasflasche in Betrieb genommen.

Garnelen & Spargel


Aus Garnelen, grünem Spargel, Kirschtomaten und frischen Nudeln hat Vera in der Allzweckpaellapfanne dann in Rekordzeit ein leckeres Abendessen gezaubert.

Mit dem einen oder anderen Häppchen und Gläschen ging der erste Tag dann auch schon zu Ende.

La Mortuacienne & Magnum Jura Crémant


Und die Boote waren noch keinen Meter bewegt!